ico Rothenburg - Dößel - Dobis
Rothenburg (St. Marien)

Die Kirche: "1844 ist die Kirche St. Marien in romanisierenden Formen auf dem Bergrücken erbaut worden. Zu beiden Seiten des viereckigen Turmes sind zwei offene kleine Hallen angebaut. In der Turmvorhalle steht in einer Ecke die buntbemalte Holzstatue Mariens mit dem Kinde, etwa 2 Fuß hoch, wohl eine Figur aus einem alten Altarschrein, sie ist 1821 ausgebessert worden.
In der blauen Apsis steht ein neues Christusaltarbild, zur Seite der gereinigte ältere Taufstein. Emporen ziehen sich auf allen drei Seiten herum. An den Wänden hier oben hängen ein paar alte kleine Ölbilder aus dem 17. Und 18. Jahrhundert: Lazarus´ Auferstehung, Maria mit dem Kinde, Christi Geißelung und ein Legendenbild.
Von den Glocken der Kirche entstammte die von 0,88 m Durchmesser dem 13. Jahrhundert, die von 1,10 m Durchmesser hat die Majuskelinschrift. Sit tempestatum per me omne genus fugatum, darunter Ave Maria."

Schultze-Galera. Wanderungen durch den Saalkreis. Bd. 2. 141-142.




Dößel

Die Kirche: "Die Kirche ist alt. Ihr Bau fällt in romanische Zeit, der Turm bewahrt sie am getreuesten. Das Schiff ist später verändert. Es hat geraden Schluss, ist aber ehemals um acht Schritt verlängert gewesen; das ursprüngliche Schiff betrug nur dreizehn. Auf der Südseite zeigt es drei moderne gotische Fenster, auf der Nordseite zwei kleinere flachbogige. Eine Vorhalle ist 1908 auf der Südseite stilgemäß in Bruchsteinen ausgeführt worden. Die Glocken sind alt: die zwei ersten entstammen dem 13. Jahrhundert (0,40 m und 0,81 m Durchmesser); die dritte (1 m Durchmesser)ist etwa aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, ihre Inschrift in Majuskeln ist die bekannte: sit tempestatum omne genus fugatum. Die vierte (1,10 m Durchmesser) entstammt dem Jahre 1511 und hat die Minuskelinschrift. Hilf got Maria beroth. Sie hat als Zierat auf der eine Seite die Halbfigur Marias mit dem Kinde, auf der andern die eines Papstes?."

Schultze-Galera. Wanderungen durch den Saalkreis. Bd. 2. 52.




Dobis

Die Kirche: "Die kleine Kirche, ursprünglich ein romanischer Bau, doch ihre Fenster sind viereckig länglich. Der kleine Turm hat einen niedrigen Holzaufsatz, darüber das spitze Schieferdach. Das Schiff ist durch dreiseitigen Chorschluss vergrößert, dessen drei Fenster spätgotische Verzierung haben. Sämtliche drei Glocken sind alt, die kleinste (0,44 m Durchmesser), ohne Inschrift, ist die älteste, wohl dem 13. Jahrhundert zugehörig. Die mittlere (0,79 m Durchmesser) hat die Inschrift: Hilf Maria A. D. 1414; die größte: Dum trahor audita voco vos ad sacra verita. Die Kirche ist Filial von Dößel."

Schultze-Galera. Wanderungen durch den Saalkreis.Bd. 2. 52.

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